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PAK gibt es überall. Der DVSI sieht für Spielzeug ein Schutzniveau entsprechend Babynahrung vor

Aktuell wird in der Öffentlichkeit intensiv über mögliche Gefahrenstoffe in Spielzeugen diskutiert. Ein besonderer Fokus dieser Debatte liegt dabei auf den sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, auch „PAK“ abgekürzt. Diese Stoffe werden beispielsweise bei Verbrennen gebildet oder finden sich auch in den geräucherten Lebensmitteln. Spuren finden sich in vielen Gebrauchsgegenständen. Sie werden eingeschleppt, vor allem durch Farbstoffe, die derzeit PAK-frei nicht zur Verfügung stehen.

Einige wenige PAK werden als CMR-Stoffe eingestuft. CMR bedeutet, dass diese Stoffe ein cancerogenes, mutagenes und reproduktionstoxisches Potential aufweisen , andere PAK gelten unter Wissenschaftlern einhellig als unbedenklich . Bei sensiblen Produkten wie Trinkwasser, Lebensmittel und Spielwaren werden deswegen Grenzwerte festgelegt aus Gesichtspunkten des vorbeugenden Gesundheitsschutzes.

Seit 2001 sind für Trinkwasser – dem Lebensmittel mit höchsten Reinheitsansprüchen und mehreren Liter täglichen Verbrauch– nur 4 statt 6 bedenkliche PAK für Analysen vorgeschrieben, weil man festgestellt hat, dass einige der vormals zusätzlich gemessenen PAK in Sachen Giftigkeit nicht relevant sind.

PAK sind - wie ca. 800 weitere Stoffe mit cancerogenem, mutagenem und reproduktionstoxischem Potential durch die EU-Spielzeugrichtlinie begrenzt. Kritiker halten diesen europäisch verabschiedeten Grenzwert bei PAK für zu hoch.

Um eine wissenschaftlich fundierte Debatte zu führen und sinnvolle Grenzwerte für PAK bei der Überprüfung von Spielzeugen empfehlen zu können, hat der DVSI gemeinsam mit dem europäischen Verband der Spielwarenindustrie, TIE, ein toxikologisches Gutachten bei EuDiCo in Auftrag gegeben.

Diese Studie belegt, dass bei 8 Substanzen aus der Stoffgruppe der PAK eine Gesundheitsgefährdung möglich ist. Die hier erarbeiteten toxikologisch sinnvollen Grenzwerte orientieren sich an Sicherheitsfaktoren, die auch für Babynahrung angewendet werden.

Der DVSI spricht sich auf Basis der Studie bei PAK für ein Schutzniveau entsprechend Babynahrung aus. Dieses Schutzniveau ist deutlich strenger als der gesetzliche europäische Grenzwert.

Diese Limits werden vom größten Teil der sich im Handel befindlichen Spielzeuge bereits eingehalten oder unterschritten. Die Studie wird derzeit in Fachkreisen auf europäischer Ebene zirkuliert, um der teilweise unsachlich geführten Debatte eine wissenschaftliche Grundlage zu geben.

Manche der aktuellen Medienbeiträge zum Thema Spielzeugsicherheit betreiben leider mehr Verunsicherung des Verbrauchers, als dass sie aufklären. Oft werden hier mit sachlich eindeutig falschen Aussagen pauschale Forderungen gestellt, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Die Spielwarenindustrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst und offen für sachliche und sinnvolle Debatten. Polemik oder unsachliche Beiträge tragen allerdings nicht dazu bei, Spielzeug noch sicherer zu machen.